Zaton, Ortschaft an gleichnamiger Bucht am Kanal von Zadar, 3 km südlich von Nin (1035 Einwohner) Der Ort ist im Winter starkem Borawind ausgesetzt, während im Sommer der Maestralwind die Hitze mildert. 

In vorgeschichtlicher Zeit war Zato das Siedlungsgebiet der illyrischen Liburner (stilisierte Frauenfiguren). Im Ort sieht man Reste römischer Bauten, ferner Reste eines zu Aenona (Nin) gehörenden römischen Hafens sowie die altchristliche Kirchenruine St. Andreas mit drei Apsiden. Die altkroatische Siedlung lag nordwestlich des heutigen Orts. Sie wurde 1646 n.Chr. von den Venezianern zerstört, die auch das alte Nin niederbrannten; zu erkennen sind Mauerreste der dreischiffigen mittelalterlichen Kirche St. Andreas (Sv. Jadrija). Westlich des Orts entdeckt man die Ruine eines zweistöckigen Turms (Kastelin), den 1593 n.Chr. Hanibal Cirysagus erbauen ließ. 

 

Auf dem Prahulje-Feld zwischen Zaton und Nin steht auf einem großen illyrischen Grabhügel die altkroatische Nikolauskirche aus dem 11. Jh. Ihr Grundriß ist rund, mit drei halbrunden und einer rechteckigen Nische sowie einer Kuppel mit sichtbaren Spuren des romanischen Baustils (Tor und Querbögen im Inneren). Zur Zeit der Türkenkriege erhielt die Kuppel einen Spähturm. Quelle: Kroatische Zentrale für Tourismus (HTZ)